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Die Geschichte

>Von Apulien nach Hagen – Auszüge eines Lebens<

Seine Erfahrung als Gastronom und Organisator von gesellschaftlichen Veranstaltungen haben Nico Buccos Sinne für das besondere Ereignis über Jahrzehnte geschärft. Mitte der 60er Jahre folgte der 14-Jährige mit Mutter und Geschwistern seinem Vater nach Hagen. Als Kind einer klassischen, italienischen Gastarbeiter-Familie aus Apulien machte der als Rechtsaußen talentierte Fußballer eine Betriebsschlosser-Ausbildung. Doch seine eigentliche Leidenschaft gehörte schon damals der Musik. Mit seiner Band „The Young People“ tourte er mit italienischen, aber auch internationalen Hits im Gepäck quer durch Europa, bevor er sich schließlich Mitte der 70er Jahre immer intensiver im nach dem Großvater benannten „Ristorante bei Salvatore“ seines Vaters engagierte.

Zusammen mit seiner Frau Liliana, die Nico Bucco in einer Gevelsberger Eisdiele kennen- und liebengelernt hatte, verwandelte er das bevorzugt von Landsleuten frequentierte, eher schlichte Bierlokal seines Vaters an der Altenhagener Straße in eine immer beliebter werdende Schlemmeroase für Freunde mediterraner Köstlichkeiten.
Das Talent eines Neapolitaner Pizza-Bäckers sowie die per Telefon von Lilianas Mutter direkt aus Italien übermittelten Rezepttipps machten das Restaurant schnell zu einer echten Kult-Adresse. Prominente wie Max Schauzer, Thomas Gottschalk und Hans Rosenthal ließen sich dort ebenso verwöhnen wie Studenten, Politgrößen und Wirtschaftsbosse. „Unsere Arbeitstage reichten bis spät in die Nacht, 1000 Pizzen an einem Wochenende waren keine Seltenheit. Und wer mich beim Flippern schlug, bekam eine Pizza Salvatore gratis.“ Doch Nico Buccos Lächeln verrät, dass er bei dem kleinen Wettspiel selten draufgezahlt hat.
Der Duft von frischen Kräutern, Olivenöl und ausgesuchten Weinen lockte all jene an, die nicht bloß das genussvolle Sattwerden suchten, sondern auch das kommunikative Erlebnis, die entspannte Lebensfreunde, also das Zusammentreffen bei Freunden zu schätzen wussten.

Ein Erfolg, der Nico Bucco 1984 ermutigte, seinen Gastronomietempel zu einer echten Gourmet-Adresse aufzuwerten. Während überall in Hagen neue Pizzerien eröffneten, offerierte der Kult-Gastronom mit seinem ausgesuchten Service-Team in Altenhagen exquisite Edel-Küche in exklusivem, niveauvollem Ambiente.

Parallel feierte er bis heute unvergessene Erfolge mit italienischen Nächten in der Hagener Industrie- und Handelskammer sowie in der Stadthalle, bevor er sogar die gesamte Region bis Mitte der 90er Jahre mit seinen märchenhaft illuminierten Italia-Nächten in der Fußgängerzone verzauberte. „Bis zu 500 000 Besucher drängten sich über fünf Tage an Bühnen und Gastronomie-ständen vorbei durch die Innenstadt“, erinnert sich Nico Bucco, der ähnliche Veranstaltungen bis heute in Unna organisiert, mit Wehmut. „Der Verkehrsfunk warnte damals vor Besucherstaus und Parkplatzproblemen rund um den Hagener Innenstadtring.“
Die Boom-Zeiten für sein Restaurant waren jedoch vorbei. Angesichts der wirtschaftlichen Umwälzungen in den Jahren nach der Wende, der Schließung zahlreicher mittelständischer Unternehmen und des Bevölkerungsrückgangs in Hagen ließ sich der Standard des feinen, aber kleinen 45-Plätze-Hauses am Standort Altenhagen kaum noch halten. Nico Bucco konzentrierte sich wieder auf seine musikalischen Wurzeln und engagierte sich im Künstler-Management, bevor ihn eine Infektionserkrankung dem Tod in die Augen blicken ließ. Als die Transplantationsliste für den immer positiv denkenden Italiener lebensbedrohlich lang wurde, rettete ihm letztlich sein Sohn Salvatore im Sommer 2003 mit einer Organspende das Leben. „Eine schwere Zeit“, blickt Nico Bucco emotional tief bewegt auf die Monate der Intensivpflege und Reha zurück, um im nächsten Augenblick schon wieder neues Feuer zu entwickeln: „Jetzt will ich auch noch 40 Jahre leben – das ist mein Ziel.“

Das Angebot eines Bekannten, an der Freiligrathstraße – nur zwei Kilometer vom alten Standort entfernt – wieder ein „Ristorante da Salvatore“ zu eröffnen, brachte seinen Lebensmut zurück. Die Wiedereröffnung im Februar 2005 mit ungezählten alten Freunden und Stammgästen entpuppte sich nicht nur als gastronomische Renaissance, sondern wurde für die gesamte Familie zu einem seelisch-moralischen Impuls.

Bucco pur – das bedeutet familiäre Gastlichkeit und Lebensart zum genussvollen Vernaschen. Es ist die charmant-schnörkellose Alternative auf die deutsche Hausmannskost. Die kulinarische Kreativität von Küchenchefin Liliana Bucco beweist immer wieder, dass sinnlicher Genuss abseits der Michelin-Sterne- und Kochmützen-Gastronomie mindestens ebenso reizvoll sein kann. Eine immer wieder neue Erlebniswelt im Wechsel der Jahreszeiten, die mit Bucco-Catering jetzt auch an jedem anderen Ort realisiert werden kann. Die Angebotspalette für Feierlichkeiten von 4 bis 400 Personen reicht vom Entrée bis zum Dessert, von der Dekoration bis zum Entertainment-Service. Mit Engagement, viel italienischem Blut und einem reichen Erfahrungsschatz ist Nico Bucco für alle Wünsche offen: „Unsere Kunden wissen, was sie wollen – wir wissen, wie es geht.“

Eine Reise in die Vergangenheit!

Die Gastronomische Geschichte der Familie Bucco aus Hagen in Fotos dokumentiert.

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